Vorsicht - Vergiftungsgefahr durch Pilze im Wald

Laut der schwedischen Tierversicherung Agria erleiden in Schweden jedes Jahr um die 50 Hunde eine Pilzvergiftung. Normalerweise sind die Symptome leicht und nur von kurzer Dauer, aber in manchen Fällen können die Vergiftungen auch tödlich sein.

Die Blätter fallen, ein Regenschauer folgt dem nächsten und die Temperaturen sinken. Mit anderen Worten: der Herbst steht vor der Tür. Wenn die Tage kürzer und kälter werden, machen es sich manche zuhause unter einer warmen Decke gemütlich, während andere im Wald auf Schatzsuche gehen. Auf der Suche nach leckeren Pilzen zieht es viele in den Wald, was natürlich auch eine fantastische Gelegenheit für Ihren Hund ist, sich einmal so richtig auszutoben, während Sie nach Pilzen suchen. Allerdings sollten Sie hierbei nicht nur nach Pilzen Ausschau halten, sondern auch Ihren Hund genau im Auge behalten.

Risiken für verfressene Hunde

Jedes Jahr erleiden in Schweden um die 50 Hunde eine Pilzvergiftung. Wenn es richtig schlecht läuft, kann diese für den Hund lebensbedrohlich sein. Wenn Ihr Hund zur verfressenen Sorte gehört, sollten Sie besonders gut aufpassen. Manchmal reicht es schon, dass Hunde an einem Pilz schnuppern oder diesen ablecken, um sich zu vergiften. 

Manche Symptome kommen erst später

Die Symptome sind meist Erbrechen und Durchfälle. In manchen Fällen ist es jedoch schwierig zu erkennen, dass es sich um eine Vergiftung handelt, wenn es dem Hund erst nach einer Zeit schlecht geht. Der spitzgebuckelte Raukopf ist einer von Schwedens giftigsten Pilzen, bei dem die Symptome erst ein paar Tage nach dem Verzehr auftreten. Er schädigt zuerst die Leber und wenn Sie merken, dass Ihr Hund krank ist, können die Schäden bereits chronisch und sogar lebensbedrohlich sein. Diese Pilzart ist ebenso bei uns in Süddeutschland, insbesondere im Schwarzwald, in Österreich und der Schweiz verbreitet.

Sofort zum Tierarzt

Wenn Sie vermuten, dass Ihr Hund einen giftigen Pilz gefressen hat, sollten Sie ihn sofort zum Tierarzt bringen. Wenn Sie wissen, um welchen Pilz es sich handelt, ist es gut, wenn Sie ein Exemplar mitbringen. Pilze, die für uns Menschen giftig sind, sind meist noch giftiger für Hunde. Auf der Seite der deutschen Giftnotrufzentrale sowie der Deutschen Gesellschaft für Mykologie e.V. erfahren Sie, was Sie beim Pilzsuchen bedenken sollten.

Deutschlands gefährlichste Pilze

Roter Fliegenpilz

Gift-Häubling

Orangefuchsiger Hautkopf

Grüner Knollenblätterpilz