Wurmkur Katze und Katzenbaby

Wie oft Ihre Katze eine Wurmkur erhalten sollte, hängt vor allem davon ab, ob sie ein ausgewachsenes Tier oder ein Katzenbaby ist und ob sie sich drinnen oder draußen aufhält. Empfohlen wird die Entwurmung bei Katzen in vielen Fällen nur, sofern das Tier Symptome zeigt, bei denen man von einem Wurmbefall ausgehen kann. Die häufigsten Wurmarten bei Katzen sind Spulwurm und Bandwurm.

Entwurmung Katze – wie oft sollte man eine Katze entwurmen?

Ausgewachsene Freigängerkatzen müssen für gewöhnlich öfter entwurmt werden als reine Wohnungskatzen, da sie oft Mäuse und andere Arten von Kleintieren jagen, die von Parasiten befallen sein können. Wohnungskatzen sind in den seltensten Fällen von Würmern betroffen, da sie keine Kleintiere jagen und fressen, allerdings besteht das Risiko, dass sie sich bei anderen Katzen über die Katzentoilette anstecken.

In Deutschland wird die regelmäßige Entwurmung bzw. die Untersuchung von Katzenkot prinzipiell empfohlen, doch es gibt auch Stimmen, die eine Wurmkur lediglich bei einem möglichen Wurmbefall empfehlen, jedoch nicht als prophylaktische Gabe. Werden die Tiere allzu oft entwurmt, besteht das Risiko, dass sie eine Resistenz gegenüber dem Entwurmungsmittel entwickeln, sodass es bei erneutem Auftreten von Würmern schwer sein kann, die Katze entwurmen zu lassen. Sollten Sie sich unsicher sein, wenden Sie sich an Ihren Tierarzt, damit dieser eine Untersuchung oder Kotprobe durchführen kann.

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Katzenbaby entwurmen – wann sollte man damit beginnen?

Katzenbabys stecken sich oft über die Muttermilch mit Spulwürmern an, weshalb Sie ein Kitten öfter entwurmen sollten als eine ausgewachsene Katze.

Ein Katzenbaby sollte das erste Mal entwurmt werden, bevor es drei Wochen alt ist. Wenn Sie das Tier in einem Alter von frühestens 12 Wochen von einem Züchter kaufen, ist das Kitten mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits entwurmt. Hat es jedoch noch keine Wurmkur erhalten, sollten Sie das Katzenbaby entwurmen – bis zu einem Alter von drei Monaten möglichst mehrmals, wobei dies vom jeweiligen Präparat abhängt. Kontaktieren Sie Ihren Tierarzt, wenn Sie sich unsicher sind.

Typische Symptome bei wurmbefall

Katzen können durchaus ohne deutlich erkennbare Symptome von Würmern befallen sein, doch in den allermeisten Fällen zeigen sich die Parasiten im Kot oder Erbrochenen. Gleichzeitig kann das Tier abgemagert wirken, ein stumpfes Fell bekommen oder unter Erbrechen und/oder Durchfall leiden.

So reduzieren sie das Risiko von wurmbefall und einer weiteren Ansteckung

Katzen können auf verschiedene Art und Weise von Würmern befallen werden.

Sowohl Spul- als auch Bandwürmer können über Kleintiere wie Mäuse, Ratten oder Vögel, die von Katzen gefressen werden, auf die Tiere übergehen. Halten Sie mehrere Katzen in Ihrem Haushalt, besteht zudem das Risiko, dass die unsichtbaren Eier des Spulwurms beispielsweise über die Katzentoilette oder gemeinsam genutzte Decken verbreitet werden. Auch Hunde und Katzen können sich untereinander anstecken.

Daher ist es besonders wichtig, die Katzentoilette bei einem möglichen Wurmbefall regelmäßig und gründlich zu reinigen. Waschen Sie auch Spielsachen, Decken und andere Dinge, die die Katze häufig nutzt.

So sehen Spulwürmer und Bandwürmer bei Katzen aus

Der Spulwurm ist die häufigste Art Parasit bei Katzen und man geht davon aus, dass etwa 5–15 Prozent aller Freigängerkatzen von Spulwürmern betroffen sind. Die Farbe des Spulwurms kann variieren, doch in den meisten Fällen ist er gelblich-weiß und wenige Zentimeter lang.

Bandwürmer, die auch als Zestoden bezeichnet werden, sind einige Zentimeter lang, flach und von weißer Färbung und lassen sich in ihrem Aussehen oftmals mit Reiskörnern vergleichen. Da der Bandwurm nicht über die Ausscheidungen der Katze, sondern nur über Beutetiere in der freien Natur übertragen wird, treten Zestoden am häufigsten bei ausgewachsenen Freigängerkatzen auf.