Das kastrieren einer Katze hat viele Vorteile

Laut Deutschem Tierschutzbund e.V. und anderen Organisationen, die sich dem Wohl von Tieren verschrieben haben, sollten Tierhalter verhindern, dass sich freilaufende Katzen unkontrolliert, unerwünscht oder übertrieben stark vermehren. Dies lässt sich durch Kastration, Sterilisation oder auf anderen Wegen erreichen. Möchten Sie Ihre Katze nicht zur Züchtung verwenden, bringt das Kastrieren Ihrer Katze viele Vorteile – sowohl bei einem weiblichen als auch bei einem männlichen Tier.

Dieser Artikel basiert auf Gesprächen mit Bozitas Katzenexpertin Elin Hirsch, die einen Doktortitel in Verhaltensforschung mit Schwerpunkt Katzenverhalten innehat.

Wann kann eine Katze kastriert oder sterilisiert werden?

Üblicherweise werden Katzen spätestens zu Beginn der Geschlechtsreife kastriert. Die Tiere sind in einem Alter von etwa sechs Monaten geschlechtsreif und oftmals empfehlen Tierärzte, die Katze genau in diesem Alter kastrieren zu lassen.

Katze kastrieren lassen – gesundheitliche Vorteile und verhalten

Durch die Kastration vermeiden Sie unerwünschten Nachwuchs und helfen, die Anzahl heimatloser Katzen zu verringern. Darüber hinaus bietet diese Methode viele gesundheitliche Vorteile.

Die Kastration oder Sterilisation von Katzen bewirkt eine Menge positiver Veränderungen im Verhalten der Katze. Weiterhin sinkt das Risiko, dass die Katze mit ihrem Urin ihr Revier in Innen- und Außenbereichen markiert. Kastrierte freilaufende Katzen entfernen sich nicht so weit vom Haus und haben weniger Kontakt zu anderen Katzen, sodass sich das Risiko für Ansteckung und Verletzungen nach möglichen Auseinandersetzungen verringert. Bei einer kastrierten weiblichen Katze hört die Rolligkeit auf und Sie vermeiden ein frustriertes Tier, das Ihnen unter Umständen schlaflose Nächte bereitet, denn liebestolle Katzen sind nicht gerade besonders leise und diskret.

Zudem sind kastrierte Katzen oftmals liebevoller zu ihren Besitzern, sodass die Kastration nicht nur positiv für Ihren vierbeinigen Freund ist, sondern auch Ihrer gemeinsamen Beziehung zugute kommt.

Das Risiko für Übergewicht steigt

Nach einer Kastration oder Sterilisation verändert sich für gewöhnlich der Stoffwechsel der Katze, sodass der Futterbedarf zu steigen scheint und sie vermutlich weniger aktiv sein wird. Damit erhöht sich auch das Risiko für Übergewicht. In diesem Fall können Sie zu einem Futter wechseln, das speziell auf die Bedürfnisse kastrierter und sterilisierter Katzen abgestimmt ist – beispielsweise Bozita Indoor & Sterilised Getreidefrei Rentier – und den Körperfettanteil bzw. das Fettgewebe Ihrer Katze im Auge behalten.

Kastration bei der Katze – so funktioniert es

Kastration, Sterilisation oder Hormonbehandlung – viele verschiedene Methoden können verhindern, dass Katzen sich vermehren. Als Katzenbesitzer kann es hilfreich sein zu wissen, wie derartige Eingriffe verlaufen und wie Sie mit Ihrer Katze vor und nach der Operation umgehen sollten.

Damit Ihre Katze unter der Narkose nicht erbricht, darf sie ab Mitternacht vor dem Eingriff keine Nahrung mehr zu sich nehmen. Dahingegen ist es in Ordnung, wenn sie am Morgen der Operation Wasser trinkt. Lassen Sie Ihre Katze im Haus, sodass Sie sie im Blick behalten können.

Kastration weiblicher katzen

Für eine weibliche Katze bedeutet die Kastration eine Operation unter Narkose. Es handelt sich dabei um einen Routineeingriff, den Tierärzte tagtäglich durchführen. Zumeist wird das Tier morgens in der Praxis abgegeben und kann nachmittags wieder abgeholt werden. Vor der Operation wird untersucht, ob sich die Katze in einem entsprechenden Zustand für die Kastration befindet.

Ihre Katze erhält sowohl vor als auch nach dem medizinischen Eingriff ein schmerzstillendes Medikament. Das Fell am Bauch wird rasiert und die Haut gründlich gewaschen. Während der Operation werden Eileiter, Eierstöcke und Gebärmutter entfernt und die Bauchwunde wieder verschlossen.

Ist Ihre Katze danach richtig wach, wird die Operationswunde ein letztes Mal untersucht, bevor das Tier nach Hause darf.

Kastration männlicher Katzen

Bei einem Kater ist die Kastration ein etwas kleinerer Eingriff als bei einer Kätzin. Der Ablauf bei Ankunft in der Tierarztpraxis ist der gleiche: der Kater wird zunächst vom Tierarzt untersucht und dann narkotisiert. Der Bereich um den Hodensack herum wird rasiert und steril gereinigt. Während der Operation wird der Hodensack des Katers geöffnet, der Samenleiter durchtrennt und die Hoden durch zwei kleine Schnitte in den Hodensack entfernt. Nach dem Eingriff wird die Wunde nicht zusammengenäht, sondern der Hodensack verheilt von alleine.

Der Kater erhält vor und nach der OP schmerzstillende Medikamente. Sobald er richtig wach ist, wird die Operationswunde ein letztes Mal untersucht, bevor das Tier nach Hause darf.

Kümmern sie sich nach der kastration um ihre Katze

Sind Sie mit Ihrer Katze wieder zu Hause, sollten Sie sie in einem dunklen Raum allein lassen, bis sie vollständig wach ist. Geben Sie ihr erst Futter und Wasser, wenn sie richtig munter und stabil ist. Dabei sollten es zunächst nur kleine Portionen sein.

Die Katze bekommt auch in den folgenden Tagen schmerzlindernde Medikamente. Um Probleme mit der Wunde zu vermeiden, sollten Sie das Tier im Haus behalten, bis der Schnitt verheilt ist.

Leckt Ihre Katze an der Wunde, braucht sie einen Kragen. Sollten nach der Kastration weitere Probleme auftreten, kontaktieren Sie Ihren Tierarzt. Die Haut ist in der Regel nach 10–12 Tagen verheilt, während sich eventuelle Fäden oftmals von selbst auflösen. Fragen Sie Ihren Tierarzt, wenn Sie sich unsicher sind.