Beschäftige Deine Katze

Die Katze ist ein Raubtier mit einem natürlichen Jagdinstinkt. Damit es ihr gut geht, solltest Du Deine Hauskatze so beschäftigen, dass das Jagdverhalten durch sowohl physische als auch mentale Anreize befriedigt wird. Eine unterforderte Katze leidet oft unter Stress und zeigt dies beispielsweise durch zielloses Miauen, übertriebenes Putzen oder Ablehnung des Katzenklos. Besonders wichtig ist es, eine Wohnungskatze zu beschäftigen. In den meisten Fällen können diese ihr Jagdbedürfnis nicht allein befriedigen, sodass nachgeholfen werden muss.

Eine interessante Umgebung beschäftigt Deine Katze

Alle Katze besitzen einen natürlichen Instinkt, der Anreize benötigt und laut Tierschutzgesetz bist Du in der Pflicht, die Umgebung Deines Tieres artgerecht zu gestalten. Dies bedeutet, dass Katzen, die sich nicht im Freien aufhalten, Zugang zu einem anregenden Bereich benötigen – beispielsweise mit erhöhtem Sitz- oder Liegeplatz, Kratzbaum oder Kratzbrett sowie Orte, an denen sie sich verstecken können. Hast Du eine Wohnungskatze, ist es also besonders wichtig, dass diese ausreichend Beschäftigung im Alltag hat und sich sowohl physisch als auch mental mit etwas auseinandersetzen kann.

Deine Katze kann sich allein beschäftigen

Eine Katze zu aktivieren bedeutet auch, das Tier dazu zu motivieren, sich selbst zu beschäftigen. Dies zu ermöglichen ist nicht schwer. Es gibt viele verschiedene lustige Spielsachen für Katzen, sowohl zum Kaufen als auch in Form von Gegenständen aus dem eigenen Haushalt – Dinge wie Pappkartons oder Toilettenrollen eignen sich ausgezeichnet, Deine Wohnungs- oder Freigängerkatze gleichermaßen zu fordern. Denke allerdings daran, dass das Tier beim Spiel mit Garn, Schnüren oder ähnlichem unter Aufsicht sein sollte, damit sie sich nicht einschnüren oder etwas verschlucken kann.

Futter eignet sich immer gut zur Beschäftigung einer Katze. Verstecke Leckerlis an verschiedenen Orten, sodass Dein Vierbeiner danach suchen kann, genau wie Raubtiere auf Beutezug in der Wildnis. Lege einige Leckerlis auf den Kratzbaum, unter den Tisch oder hinter den Sessel und überlasse den Rest Deiner Katze. Eine andere einfache Art, um sie ein bisschen mehr für ihr Futter arbeiten zu lassen, ist die Verwendung von Beschäftigungsspielzeug oder Fressnäpfen zur Futtersuche. Dies ist eine hervorragende Herausforderung im Alltag, die sowohl Körper als auch Geist fordert. Studien haben zudem gezeigt, dass diese Art von Fressnäpfen und Spielzeug Stress und Stressverhalten bei räumlich eingeschränkten Katzen und Hunden verringern kann.

Fällt es Dir schwer, Deine Katze mit oder ohne Spielzeug zu beschäftigen, kannst Du Katzenminze verwenden. Viele Katzen reagieren äußerst positiv auf den darin enthaltenen Duftstoff. Der angeregte Gemütszustand sorgt dafür, dass das Tier sich mehr für das Spielzeug interessiert.

Spielt gemeinsam und stärkt Eure Beziehung

Katzen benötigen nicht nur Anreize ihrer Jagdinstinkte, sondern brauchen auch täglichen sozialen Kontakt. Findet gemeinsame Beschäftigungen, die Spaß machen, Deine Katze fordern und gleichzeitig die Verbindung zwischen Euch stärkt sowie die tägliche Portion an benötigter Bewegung bietet.