HUNDE UND IMPFUNGEN

Indem Sie Ihren Hund impfen lassen, ersparen Sie ihm unnötiges Leid und verhindern die Ausbreitung von Krankheiten. Ein Welpe ist bei der Abholung vom Züchter für gewöhnlich grundimmunisiert, danach liegt die Verantwortung bei den neuen Besitzern. Bei Ausstellungs- und Wettbewerbshunden müssen Sie gesonderte Regeln befolgen, damit der Hund teilnehmen darf. Reisen Sie mit Ihrem Hund ins Ausland, sollten Sie sich im Vorfeld über die geltenden Regeln bezüglich Ein- und Ausreise informieren.

LASSEN SIE IHREN HUND GEGEN PARVOVIROSE, STAUPE UND HEPATITIS IMPFEN

Hunde erhalten Ihre erste Impfung gegen Parvovirose, Staupe und Hepatitis normalerweise in einem Alter von rund 7 bis 8 Wochen. Da Welpen vor der 8. Lebenswoche nicht von ihrer Mutter getrennt werden dürfen, wird diese Impfung in den meisten Fällen vom Züchter veranlasst. Infos zu Impfungen sollten im Kaufvertrag aufgeführt sein. Ebenso sollte beim Kauf ein vom Tierarzt ausgestellter Impfausweis ausgehändigt werden. Ist der Welpe aus bestimmten Gründen nicht bis zum Alter von 8 Wochen geimpft worden, liegt die Verantwortung bei den neuen Besitzern, dies so schnell wie möglich nachzuholen.

Die Impfung sollte aufgefrischt werden, sobald der Hund 12 Wochen und 1 Jahr alt ist. Für einen durchgehenden Schutz empfiehlt es sich, den Hund in regelmäßigen Abständen erneut impfen zu lassen. Der empfohlene Abstand zwischen den Impfungen beträgt 3 Jahre.

Die Impfungen gegen Parvovirose, Staupe und Hepatitis sind besonders wichtig, wenn der Hund sich in Gebieten mit vielen anderen Hunden aufhält, zum Beispiel in Hundeparks oder bei Ausstellungen und Wettkämpfen.

PARVOVIROSE BEI HUNDEN

Die auch als "Hundeseuche" bekannte Parvovirose befällt vorrangig Hunde und ist extrem ansteckend. Welpen sind besonders häufig betroffen. Typische Symptome umfassen hohes Fieber, Erbrechen und Durchfall. Das Parvovirus wird über die Ausscheidungen des Hundes abgesondert und kann in der sogenannten infektiösen (ansteckenden) Form sowohl in Innen- als auch Außenbereichen über einen langen Zeitraum überleben. Dank der hohen Impfrate kommt die Parvovirose bei Hunden in Deutschland nur selten vor.

STAUPE BEI HUNDEN

Die Staupe befällt vorrangig junge Hunde in einem Alter von 2 bis 18 Monaten. Das Virus befindet sich im Nasen- und Ohrensekret und wird entweder direkt von Hund zu Hund oder indirekt durch Personen und Gegenstände übertragen. Die Erkrankung beginnt mit hohem Fieber, Abgeschlagenheit sowie verringertem Appetit. Spätere Symptome umfassen Erbrechen, Durchfall, Augenausfluss, schweren Husten und Hautausschlag mit eitrigen Blasen. Mitunter wird auch das Nervensystem befallen. Dank der hohen Impfrate kommt die Staupe bei Hunden in Deutschland nur selten vor.

HEPATITIS BEI HUNDEN

Die infektiöse Hepatitis beim Hund (HCC, Hepatitis contagiosa canis) wird durch ein Virus verursacht, das über verschiedene Körperflüssigkeiten übertragen wird. Übliche Symptome umfassen Durchfall, Unwohlsein und Bauchschmerzen, aufgrund derer sich der Hund nicht bewegen möchte. Die Schleimhäute in Maul und Augen können blass und/oder gelblich erscheinen. Ebenso üblich sind Blutungen und Schwellungen im Nacken, auf der Haut oder dem Körper. Oft entwickelt sich eine ernsthafte Augenentzündung. Einige befallene Hunde zeigen jedoch überhaupt keine Symptome. Dank der hohen Impfrate gibt es jährlich nur wenige Fälle infektiöser Hepatitis in Deutschland.

IMPFUNG GEGEN ZWINGERHUSTEN

Zwingerhusten ist ein Sammelbegriff für Symptome bei Hunden, die dem Keuchhusten ähneln. Als typische Krankheitszeichen zeigen sich akut einsetzende Hustenattacken, die mitunter zu Brechreiz führen oder den Hund weißen Schleim aushusten lassen. Kurze Fieberspitzen sind ebenso möglich.

Hunde, die in Gegenden mit vielen anderen Hunden leben, sollten jährlich gegen Zwingerhusten geimpft werden. Auch wenn die Erkrankung nicht direkt lebensbedrohlich ist, so ist sie doch ungemein entkräftend und zudem äußerst ansteckend. Die Impfung schützt nicht gegen alle Arten von Erregern, die Zwingerhusten verursachen können, verringert aber das Risiko einer Ansteckung und schwächt die Symptome deutlich ab.

IMPFUNGEN VON WETTKAMPFHUNDEN

Für Hunde, die an Wettkämpfen, Prüfungen und/oder Ausstellungen teilnehmen, müssen spezielle Regeln befolgt werden, um zur Teilnahme zugelassen zu werden. Weiterführende Informationen erhalten Sie auf den Seiten des Verbands für das Deutsche Hundewesen (VDH) e.V. unter dem Punkt Services, über den Sie zu den Informationen rund um Satzungen & Ordnungen gelangen.

  • Satzungen & Ordnungen des Verbands für das Deutsche Hundewesen (VDH) e.V.

HUNDEIMPFUNGEN AUFGRUND VON AUSLANDSREISEN

Vor einer Auslandsreise ist es besonders wichtig, sich über geltende Regeln für die Ein- und Ausfuhr des jeweiligen Landes zu informieren. Für ausführliche Informationen können Sie die Botschaft des Ziellandes kontaktieren oder Ihren Tierarzt um Rat fragen. Warten Sie nicht zu lange! Einige Impfungen müssen lange im Voraus erfolgen. Denken Sie auch daran, dass es in bestimmten Ländern Krankheiten gibt, die in Deutschland nicht vorkommen und ebenso Menschen befallen können.

  • Beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft erhalten Sie Informationen zu Ein- und Ausfuhr von Hunden innerhalb und außerhalb der EU