Was dürfen Hunde nicht fressen?

Hunde sollten wirklich nur Hundefutter bekommen, das auf sie und ihre Lebensweise abgestimmt ist. Es kann dennoch ab und zu vorkommen, dass Dein Hund etwas von Dir zugesteckt bekommt, vielleicht einen Bissen von deinem eigenen Teller oder ein Stückchen eines gewöhnlichen Lebensmittels, das du in der Küche gerade in der Hand hast. Dann musst Du aber beachten, dass bestimmte gängige Lebensmittel Deinen Hund krank machen und direkt giftig für ihn sein können. Daher ist es wichtig, dass Du im Auge behältst, was Hunde nicht fressen dürfen und was für sie unmittelbar gefährlich ist. Bozitas Ernährungsberaterin Cecilia Hjelm, ausgebildete Tier-Agronomin und Produktentwicklerin mit Fachkompetenz Ernährung, hilft Dir dabei, den Überblick zu behalten.

Welche Lebensmittel sind für Hunde gefährlich?

Leider gibt es viele Lebensmittel und Substanzen, die auf der Liste der Dinge stehen, die für Hunde schädlich oder sogar giftig sind. Viele Menschen wissen, dass es absolut verboten ist, ihrem Hund Schokolade und Zwiebeln zu geben. Unser Essen enthält auch oft viel Salz und Fett, was für Deinen Hund ebenfalls schädlich sein kann. Aber kennst Du den Rest?

Hunde und Schokolade – was Hunde nicht fressen sollten

Schokolade, oder eigentlich Kakao, ist für den Hund giftig, da Theobromin enthalten ist. Wie der Hund reagiert hängt z. B. davon ab, wie viel er im Verhältnis zu seiner Größe aufgenommen hat und ob es helle oder dunkle Schokolade war. Aber die Grundregel lautet: Achte darauf, dass Dein Hund überhaupt keine Schokolade frisst. Vergiftungssymptome sind Herzklopfen, Muskelzittern, Durchfall und viel Wasserlassen.

Dürfen Hunde Weintrauben fressen?

Eine einzelne Traube ist für Deinen Hund nicht gefährlich, aber eine große Menge Trauben kann schädlich sein und beim Hund zu Nierenversagen führen. Verschiedene Hunde können unterschiedlich empfindlich sein, aber vermeide es am besten komplett, Deinem Hund Trauben zu geben. Dies gilt sowohl für weiße, grüne oder rote als auch für Trauben mit und ohne Kerne.

Sind Kartoffeln gefährlich für Hunde?

Salzkartoffeln zu fressen ist für Hunde ungefährlich. Du solltest Deinem Hund jedoch niemals rohe Kartoffeln geben, da Hunde genau wie Menschen Schwierigkeiten haben, Kartoffeln zu verdauen. Grüne Kartoffeln können auch erhöhte Solaninwerte aufweisen, was nicht gut für Hunde ist. Symptome, dass ein Hund rohe Kartoffeln gefressen hat, können Erbrechen, Durchfall, Schwindel und Krämpfe sein.

Ist Avocado gefährlich für Hunde?

Sei bei Avocado vorsichtig, da sie Persin enthält, eine Substanz, die die Brustdrüsen und das Herz des Hundes beeinträchtigen kann. Also ja, Avocados sind gefährlich für Hunde. Der Stoff Persin ist für den Menschen ungefährlich, aber für fast alle Haustiere giftig. Vergiftungssymptome sind hier Atemnot, Durchfall, Erbrechen und Husten.

Giftige und gefährliche Nahrungsmittel für Hunde – liste

Wenn Du Dir nicht sicher bist, kannst du in der folgenden Liste nach den Lebensmitteln suchen, die für Hunde sowohl giftig sein als auch gefährliche Stoffe enthalten können. Wenn Du vermutest, dass Dein Hund etwas Giftiges gefressen hat oder wenn er Symptome zeigt, solltest Du immer sofort einen Tierarzt aufsuchen. Denke daran, dass es Lebensmittel gibt, die offensichtlich kein gutes Futter für Deinen Hund sind, aber nicht unbedingt auf der Liste stehen, wie z. B. Chips, Erdnussflips, Kuchen und andere Süßigkeiten, zuckerhaltige Speisen, sehr starke bzw. scharfe Speisen mit viel Chili oder Jalapeno, frittiertes Essen und alle Speisen, die salzig und fettig sind. Wenn Du Dir bei einem bestimmten Lebensmittel unsicher bist, gib es Deinem Hund lieber nicht.

  • Aprikosen – siehe Steinobst.
  • Avocado – enthält Persin, das die Milchdrüsen und das Herz des Hundes beeinträchtigen kann.
  • Backpulver –enthält Natriumbikarbonat, das in großen Mengen Muskelkrämpfe und Herzinsuffizienz verursachen kann.
  • Brokkoli roh – gekochter Brokkoli schmeckt gut, während roher Brokkoli die Schilddrüsenfunktion des Hundes beeinträchtigen kann.
  • Schokolade und Kakao – enthält Theobromin, das für Deinen Hund giftig ist.
  • Zitrusfrüchte –können zu Allergien und Magen-Darm-Problemen führen. Kleinere Mengen sind nicht gefährlich.
  • Teig – Teig, der gärt, ist schädlich für Deinen Hund.
  • Eicheln – enthalten Tannin, das in großen Mengen tödlich sein kann. Schon kleinere Mengen können Vergiftungssymptome verursachen.
  • Glykol – mag seltsam erscheinen, ist aber süß und der Hund leckt es gerne auf, wenn Du etwas verschüttest. Ist aber schon in kleinen Mengen sehr giftig.
  • Schnittlauch – siehe Zwiebelpflanzen.
  • Grünschimmelkäse – enthält Roquefortin, einen giftigen Schimmelpilz.
  • Kakao – siehe Schokolade.
  • Zimt – ist ungiftig, kann jedoch das Maul und den Magen-Darm-Trakt reizen.
  • Koffein und Kaffee
  • Kirschen – siehe Steinobst.
  • Zwiebelpflanzen wie Zwiebeln, Knoblauch und Schnittlauch sind für Deinen Hund wirklich sehr giftig. Dies gilt sowohl für rohe als auch für gekochte Zwiebeln. Zwiebelpflanzen enthalten Allicin, was für Hunde giftig ist.
  • Maiskolben – gefährlich ist nur der Kolben selbst, Maiskörner sind gutes Futter. Lass Deinen Hund aber nicht auf dem Kolben kauen, denn dieser kann im Darm steckenbleiben und Dein Hund muss notoperiert werden.
  • Nüsse – vermeide Nüsse aller Arten wie beispielsweise Erdnüsse, Macadamianüsse und Walnüsse.
  • Pflaumen – siehe Steinobst.
  • Kartoffeln roh – enthalten Solanin, auf das Hunde empfindlich reagieren können. Gilt für rohe Kartoffeln.
  • Rhabarber – enthält mehrere Stoffe, die nicht gut für Deinen Hund sind.
  • Rosinen – können bei Hunden akutes Nierenversagen verursachen.
  • Safran – kann mildere Vergiftungssymptome hervorrufen.
  • Salz – auch Salzwasser und sehr salzige Speisen wie z. B. Speck.
  • Steinobst – wie z. B. Aprikosen, Kirschen und Pflaumen. Der Zellkern von Steinobst enthält Amygdalin.
  • Spinat – ist nicht giftig, sollte aber begrenzt werden.
  • Pilze – Giftige Pilze sind sowohl für Dich als auch für Deinen Hund gefährlich.
  • Tomaten – Gib Deinem Hund keine grünen Tomaten, die kleinere Mengen an Tomatin enthalten können, was schädlich für Deinen Hund sein kann.
  • Weintrauben – können zu Nierenversagen führen. Eine einzelne Traube ist nicht gefährlich, in großen Mengen aber problematisch.
  • Knoblauch – siehe Zwiebelpflanzen.
  • Schmerztabletten mit Paracetamol oder Acetylsalicylsäure und andere Arzneimittel.
  • Xylit – Süßungsmittel in beispielsweise Zahnpasta, Kaugummi und zuckerfreien Süßigkeiten.
  • Eiweiß roh – enthält Avidin. Gekochtes oder gebratenes Eiweiß ist für den Hund ungefährlich.

Wenn du vermutest, dass sich dein Hund vergiftet hat, kontaktiere immer einen sofort Tierarzt.

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